Die beiden Dörfer St. Leon und Rot schlossen sich 1974 zu einer Gemeinde zusammen. Auf hochwassersicheren Sanddünen errichtet, hatte St. Leon durch den Kraichbach ausreichend Wasser und in dessen Umgebung fruchtbarer Böden. Tabak- und später Spargelanbau brachten der bäuerlichen Bevölkerung Einkommen. Industrie-Ansiedlungen im Gewerbepark Rot und „An der Autobahn“ St. Leon brachten Arbeitsplätze, Einnahmen für die Gemeinde und einen beachtlichen Zuzug in neue Baugebiete.

Die römisch-katholischen Kirchen Leo der Große in St. Leon und St. Mauritius in Rot sind für die beiden Dörfer Mittelpunkt. Bis 1803 gehörten beide zum Hochstift Speyer, was die überwiegend katholische Bevölkerung erklärt. Nach Ende des zweiten Weltkrieges zogen zunehmend auch Protestanten und Protestantinnen in beide Orte, und 1980 wurde eine eigene evangelische Kirchengemeinde gegründet, die 2003 ihre neue Kirche neben dem Rathaus beziehen konnte. Der Harres, ein Sport- und Veranstaltungszentrum, hat überregionale Bedeutung als Veranstaltungszentrum. Caritas Senioren-Wohnzentrum, Löwenrot-Gymnasium in privater Trägerschaft, Hallenbad, Jugendzentrum und die im Bau befindliche DLRG-Station ergänzen die „neue Mitte“ der beiden Ortsteile um das Rathaus und zeigen, die Kommunalpolitik kümmert sich um die nötige Daseinsvorsorge.

Der Kraichbach ist ab der Kramerschen Mühle Teil des FFH-Gebietes Lußhardt und damit europäisches Naturschutzgebiet. Er ist Brutgebiet von Eisvögeln und Nachtigallen. Die durch Kies- und Sandabbau entstandenen Seen sind heute wertvolle Freizeiteinrichtungen und auch Rückzugsräume für die Natur. Die Menschen, die sich entscheiden hier zu leben machen das wegen der Arbeit aber auch wegen der verkehrstechnisch zentralen und klimatisch günstigen Lage.

Leider zerschneidet die Autobahn A5 nicht nur die Gemeinde, sondern sorgt auch für beträchtliche Lärmbelästigung, die durch Durchgangsverkehr noch verstärkt wird. Das „Verkehrsproblem“ ist deshalb für die Gemeinde die drängendste Aufgabe.