Mit der Kreistagsfraktion im Hohlenpfad Mühlhausen-Tairnbach

Im August hat unsere SPD-Kreistagsfraktion trotz Corona zum traditionellen Sommertreff eingeladen: Hohlweg Wanderung im Landtagswahlkreis – natürlich war ich dabei 😊


Hohlwege entstanden durch Befahrung und Begehung. Unter der Last von Pferde- und Ochsenkarren verdichtete der Boden, während Wagenräder und Hufe die Bodenoberfläche gleichzeitig wieder auflockerte. Das Regenwasser floss deshalb schnell oberflächlich ab und schwemmte lockeres Material ab. Nach und nach vertiefte sich der Weg.

Auch heute kann man diesen Prozess in naturbelassenen Hohlwegen verfolgen.
Meine sehr geschätzte Kreistagskollegin Dr. Brigitta Martens-Aly und ihr Ehemann Dr. Christoph Aly, beide Biologen, haben uns anschaulich vermittelt, wie wichtig diese Hohlwege für Artenvielfalt von Wildtieren, Insekten und die Botanik sind.

In Baden-Württemberg sind über 450 Hohlwege als Biotope erfasst, was rund 1/3 aller Hohlwege in BW insgesamt ausmacht. Einige Hohlwege sind sogar ‚Flächenhafte Naturdenkmale‘, da sie eine herausragende ökologische Bedeutung für Arten- und Biotopschutz haben.


Direkt vor Ort sind wir gedanklich zurück in die Eiszeit gereist, um die geologische Beschaffenheit dieser Biotope zu verstehen, zu der der Lößboden beiträgt. Brigitta Martens-Aly, die schon als Umweltbeauftragte Pionierarbeit leistete, hat sich für den Erhalt bzw. die Wiederherstellung dieser Hohlwege verdient gemacht.

Und dieser Pfad, der „Hohlenpfad Mühlhausen-Tairnbach“ ist im Gelände beschildert, jedermann kann ihn mit Hilfe eines im Rathaus Mühlhausen erhältlichen Faltblatts selbst erkunden und wir konnten bestätigen: Es lohnt sich!

Nach zweistündiger Exkursion war auch die Nachbereitung des Erlebten in Benders Schlemmer-Scheune sehr wichtig. Hier genossen wir Köstlichkeiten des Kraichgaues und unser Fraktionsvorsitzender Dr. Ralf Göck bedankte sich im Anschluss beim Ehepaar Martens-Aly für die gelungene und äußerst informative Führung.

Unser Überraschung Gast war MdB Lars Castellucci. Er dankte dem langjährigen Spechbacher Bürgermeister und Fraktionsmittglied, Guntram Zimmermann, der im September nach 24 Jahren in den Ruhestand geht, für seine engagierte Arbeit mit viel Herzblut in seiner Gemeinde.

„Guntram ist für mich das Idealbild eines sozialdemokratischen Bürgermeisters“,

so Castellucci.
Christiane Hütt-Berger mit einem Löskindel in der Hand


Wie ein Lößkindel zum Ameisenbären wurde, dass es auch ganz lustig zugeht bei uns und was wir über den Ameisenlöwen erfahren haben, erzähle ich gerne mal. Fragen Sie mich, wenn wir uns treffen.